Den Registrierungsdienst für Netzwerkgeräte (NDES) für den Betrieb mit einem Domänenkonto konfigurieren

Der Registrierungsdienst für Netzwerkgeräte (Network Device Enrollment Service, NDES) ist, da sie das Web-basierte Simple Certificate Enrollment Protocol (SCEP) implementiert, als Webanwendung im Microsoft Internet Information Service (IIS) abgebildet. Hier läuft der Dienst in einem Anwendungspool namens "SCEP". In vielen Fällen ist es ausreichend, für diesen die integrierte Anwendungspool-Identität zu verwenden.

Es gibt jedoch Fälle, in denen man ein Domänenkonto verwenden möchte. Ein Beispiel hierfür ist der Certificate Connector für Microsoft Intune, welcher dies zwingend voraussetzt.

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Der Certificate Connector für Microsoft InTune wirft bei der Konfiguration die Fehlermeldung "ArgumentException: String cannot be of zero length"

Folgendes Szenario angenommen:

  • Es wurde ein NDES Server für die Verwendung mit Microsoft InTune eingerichtet.
  • Die Konfiguration des InTune Certificate Connector kann nicht abgeschlossen werden, da folgende Fehlermeldung geworfen wird:
Fehler bei der Microsoft Intune Certificate Connector Konfiguration. Es wurden keine Änderungen an Feature- oder Proxyeinstellungen vorgenommen.
Unerwarteter Fehler: System.ArgumentException: Die Zeichenfolge kann keine Länge von 0 (null) haben.
Parametername: name
  bei System.Security.Principal.NTAccount.ctor(String name)
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Anmeldefehler mit Windows Hello for Business: "Wenden Sie sich an den Systemadministrator, und teilen Sie ihm mit, dass das KDC-Zertifikat nicht überprüft werden konnte."

Folgendes Szenario angenommen:

  • Das Unternehmen setzt Windows Hello for Business ein.
  • Benutzer erhalten bei der Anmeldung am Client folgende Fehlermeldung:
Sign-in failed. Contact your system administrator and tell them that the KDC certificate could not be validated. Additional information may be available in the system event log.
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Ein Policy Modul, um sie zu bändigen: Vorstellung des TameMyCerts Policy Moduls für die Microsoft Zertifizierungsstelle

Als Betreiber einer Zertifizierungsstelle ist man (unter Anderem) für die Identifikation der Antragsteller und die Bestätigung der beantragten Identitäten verantwortlich. Dass diese Aufgabe gewissenhaft und fehlerfrei ausgeführt wird, ist der zentrale Grundpfeiler für das Vertrauen, dass der Zertifizierungsstelle eingeräumt wird. Namhafte Firmen sind bereits an dieser Aufgabe gescheitert, mussten in Folge von Falschausstellungen sogar Insolvenz anmelden und/oder wurden durch die großen Player am Markt empfindlich bestraft.

In vielen Fällen sind wir als (Microsoft-)PKI-Betreiber in Unternehmen (ungeachtet der damit einhergehenden Qualität) in der Lage, unsere Aufgabe der eindeutigen Identifikation eines Antragstellers an das Active Directory zu delegieren. In vielen Fällen müssen wir unsere Zertifizierungsstelle(n) aber auch anweisen, einfach alles auszustellen, was beantragt wird.

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Die Partition des Hardware Security Moduls (HSM) läuft voll

Folgendes Szenario angenommen:

  • Eine Zertifizierungsstelle verwendet ein Hardware Security Modul (HSM).
  • Die Partition des Hardware Security Moduls füllt sich über die Lebenszeit der Zertifizierungsstelle mit immer mehr Schlüsseln.
  • Bei SafeNet Hardware Security Modulen kann dies sogar dazu führen, dass die Partition voll läuft. In Folge dessen werden die Ereignisse 86 und 88 der Zertifizierungsstelle protokolliert.
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Grundlagen: Authentisierungsverfahren für die Internet Information Services (IIS)

Die Active Directory Certificate Services bieten eine Reihe von webbassierten Zusatz-Schnittstellen (Registrierungsdienst für Netzwerkgeräte (NDES), Zertifikatregistrierungs-Richtliniendienst (CEP), Zertifikatregistrierungs-Webdienst (CES), Zertifizierungsstellen-Webregistrierung (CAWE).

Die Microsoft Internet Information Services (IIS) sind also für eine Microsoft-PKI nahezu unentbehrlich. Jede der webbasierten Schnittstellen (und auch Eigenentwicklungen) bringen ihre ganz eigenen Herausforderungen in Hinsicht auf Authentisierungsverfahren und deren Implementierung.

Nachfolgender Beitrag soll ein wenig Klarheit in das Thema bringen.

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Aktivieren der Basic Authentication für den Registrierungsdienst für Netzwerkgeräte (NDES)

Wird der Registrierungsdienst für Netzwerkgeräte (NDES) neu installiert (Vorzugsweise ohne Enterprise Administrator Berechtigungen), wird zunächst nur die Windows-integrierte Authentisierung für die Administrations-Webseite aktiviert. Mit dieser ist (per NT LAN Manager, NTLM) Protokoll auch eine Authentisierung per Benutzername und Passwort möglich. Nicht alle Client-Anwendungen unterstützen diese jedoch.

Ebenso könnte ein Unternehmen gewillt sein, NTLM wo möglich zu deaktivieren und Kerberos für die Anmeldung zu erzwingen. Mit dem Erzwingen von Kerberos fällt die Möglichkeit weg, sich per Benutzername und Passwort an der Administrations-Seite für den Registrierungsdienst für Netzwerkgeräte anzumelden (da dies mit NTLM-Anmeldedaten erfolgt). Um hier wieder eine Möglichkeit zu schaffen, kann jedoch die Basic Authentication nachgerüstet werden.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma kann die Basic Authentisierung sein, deren Einrichtung im folgenden dargelegt werden soll.

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Deaktivieren von NTLM und erzwingen von Kerberos an der Administrations-Webseite des Registrierungsdienstes für Netzwerkgeräte (NDES)

Viele Unternehmen verfolgen die Strategie, das NT LAN Manager (NTLM) Authentisierungsprotokoll in ihren Netzwerken (weitestgehend) abzuschalten.

Auch für die Administrations-Webseite des Registrierungsdienstes für Netzwerkgeräte (NDES) ist dies möglich. Wie genau die Umsetzung erfolgt, und wie sich dadurch eventuell das Anwendungsverhalten ändert soll nachfolgend erläuert werden.

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Änderungen an der Zertifikatausstellung und an der zertifikatbasierten Anmeldung am Active Directory mit dem Patch für Windows Server vom 10. Mai 2022 (KB5014754)

Mit dem Patch vom 10. Mai 2022 versucht Microsoft, eine Sicherheitslücke im Active Directory zu schließen, in welcher die zertifikatbasierte Anmeldung (im Allgemeinen bekannt als PKINIT oder auch Smartcard Logon) zu schließen.

Das Update ändert sowohl das Verhalten der Zertifizierungsstelle als auch das Verhalten des Active Directory beim Verarbeiten von zertifikatbasierten Anmeldungen.

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Auswahl der Identität für den IIS Anwendungspool des Registrierungsdienstes für Netzwerkgeräte (NDES)

Installiert man einen Registrierungsdienst für Netzwerkgeräte (NDES), steht man vor der Frage, unter welcher Identität der IIS-Anwendungspool betrieben werden soll. Nachfolgend werden die einzelnen Optionen näher beleuchtet, um eine Auswahl zu erleichtern.

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Zur Option "Build this from Active Directory information" bei Zertifikatvorlagen

Bei der Konfiguration einer Zertifikatvorlage muss man über den beabsichtigten Zertifikatinhalt entscheiden, d.h. unter Anderen, welche Identitäten durch die Zertifikate bestätigt werden, und wie diese abgebildet werden.

In der Karteikarte "Subject Name" des Konfigurationsdialogs für Zertifikatvorlagen kann konfiguriert werden, wie die durch das Zertifikat bestätigte Identität abgebildet wird.

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Die Überprüfung der Domänencontroller-Zertifikate wirft den Fehlercode ERROR_ACCESS_DENIED

Folgendes Szenario angenommen:

  • Mit certutil wird eine Überprüfung der Domänencontroller-Zertifikate durchgeführt.
  • Der Vorgang schlägt mit folgender Fehlermeldung fehl:
0: DC01

*** Testing DC[0]: DC01
Enterprise Root store: Access is denied. 0x80070005 (WIN32: 5 ERROR_ACCESS_DENIED)
KDC certificates: Access is denied. 0x80070005 (WIN32: 5 ERROR_ACCESS_DENIED)

CertUtil: -DCInfo command FAILED: 0x80070005 (WIN32: 5 ERROR_ACCESS_DENIED)
CertUtil: Access is denied.
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Grundlagen: Automatic Certificate Management Environment (ACME)

Das ACME Protokoll wurde von den Betreibern vom Projekt Let’s Encrypt entworfen, um die Ausstellung von Webserver-Zertifikaten zu automatisieren. Es ist spezifiziert in RFC 8555.

Zielstellung ist, den Vorgang des beweisens des Besitzes der DNS Ressource (IP-Adressen können aktuell nicht identifiziert werden, ist künftig aber geplant), jedoch nicht der Person oder Organisation die dahinter steht, zu automatisieren, um anschließend ohne menschliche Interaktion ein Webserver-Zertifikat beziehen zu können.

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Grundlagen: Namenseinschränkungen (Name Constraints)

Namenseinschränkungen sind ein Teil des X.509 Standard und im RFC 5280 beschrieben. Sie sind ein Werkzeug, das im Rahmen der qualifizierten Subordinierung eingesetzt werden kann, um den Gültigkeitsbereich eines Zertifizierungsstellenzertifikats feingranular zu steuern.

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Es wird Zeit: Migrieren der PKI Komponenten von Windows Server 2012 auf ein neues Betriebssystem

Zum Jahreswechsel ein Hinweis an alle Betreiber einer Microsoft Zertifizierungsstelle und angeschlossener Dienste:

Das Ende der Produktunterstüzung von Microsoft für Windows Server 2012 und 2012 R2 rückt langsam näher, es ist der 10. Oktober 2023.

Es wird somit Zeit, den Umzug auf ein neues Betriebssystem vorzubereiten.

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